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Die Hippies

 

 

Zu Beginn der siebziger Jahre begann Loftleidir Icelandic Airlines, eine isländische Fluggesellschaft, günstige Flüge aus den Vereinigten Staaten über Island nach Luxemburg anzubieten. Davon machten viele der damaligen Hippie-Generation Gebrauch, um nach Europa zu kommen, eine Rundreise zu machen und irgendwann wieder nach Hause zu fliegen von Luxemburg aus.

Oft kamen diese Hippies schon ein paar Tage früher nach Luxemburg, weil sie eine Fahrt mit jemandem per Anhalter gefunden hatten, oder weil ihr Geld ausging, oder einfach nur, weil sie den Begriff der Zeit ein wenig verloren hatten. Sie konnten keine Hotelzimmer (mehr) zahlen und legten sich daher in den Seitenstreifen der Straße am Flughafen zu schlafen. Die gepflegten Luxemburger Einwohner konnten das nicht ertragen und deshalb bekam Loftleidir die Aufgabe eine Lösung zu finden.

Durch jemandem den wir bei Loftleidir kannten wurde Auf Kengert zu einer der Lösungen: ein Bus lud die Menschen alle auf und brachte sie zu uns, wo ihnen Abendessen und einen Platz zum Schlafen gegeben wurde, zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch eine Menge Mobilheime in der Vermietung.

Es passierte eine Menge Aufregendes in diesen Tagen, in Europa war man noch nicht gewohnt an die langen Haare von den Jungen, und auch nicht an die bunte Kleidung. Auch ihre Lebensweise war anders: ein Baby wurde einfach unter kaltem Wasser gehalten, um es zu waschen und sie kauften Maismehl, um das gleiche Baby zu füttern. Sogar ein Baby wurde fast vergessen, der Bus musste ein ganzes Stück zurück fahren, und wir waren froh, das Kind zurück an seine Eltern übergeben.

Später hörten wir, dass Bill Clinton in seiner Jugend auch mit Loftleidir in Europa gewesen war. Wer weiß, vielleicht war auch er einer der unfreiwilligen Besucher auf Kengert, und kehrte er via Larochette (kleiner Felsen) zurück nach Little Rock, woher er kam?


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